Wasserfachleute der Europäischen Brunnengesellschaft und der Stadtwerke Karlsruhe machten sich am Montag zusammen mit für Kriseneinsätze ausgebildeten Feuerwehrleuten aus Ludwigshafen auf den Weg an die Südküste Sri Lankas, um dort Flutopfer mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Mit einer großen Meerwasserentsalzungsanlage sollen die versalzten und verschmutzten Brunnen in der Region gereinigt werden. Für den Einsatz sind zahlreiche technische Gerätschaften und Ausrüstung notwendig, wie etwa die 90.000 Euro teure Entsalzungsanlage und mobile Notwasseraufbereitungsgeräte. Durch großzügige Geld- und Sachspenden der Stadt Karlsruhe, von Firmen und Privatpersonen wurde das Projekt möglich gemacht. Der größte Betrag kam mit 45.000 Euro vom Arzneimittelhersteller Schwabe. Stellvertretend für die zahlreichen Spender übergab am Mittwoch die Neuapostolische Kirche symbolisch ihre Spende in Höhe von 25.000 Euro.
Dr. Matthias Maier, Vizepräsident, und Roland Roth, Schatzmeister der Europäischen Brunnengesellschaft, nahmen im Haus der Stadtwerke, in deren Auftrag der Hilfseinsatz durchgeführt wird, die Spenden entgegen. „Wir bedanken uns bei allen, die ihren Teil zu dieser wichtigen Aktion beigetragen haben“, unterstrich Dr. Matthias Maier bei der Übergabe. „Nun heißt es Daumen drücken, dass der Einsatz vor Ort erfolgreich ist“, so Roland Roth. Die noch junge Brunnengesellschaft habe jetzt schneller ihre Bewährungsprobe zu bestehen, als gedacht. Neben der Soforthilfe möchte das Expertenteam außerdem am Wiederaufbau einer nachhaltigen Trinkwasserversorgung für Sri Lanka mitwirken.
Wer diese lokale Initiative unterstützen möchte, kann seine Geldspende unter dem Stichwort „Hilfe für Süd-Ost-Asien“ direkt auf das Konto der Europäischen Brunnengesellschaft bei der Badischen Beamtenbank Karlsruhe (Kontonummer 4815564, Bankleitzahl 660 908 00) überweisen. Die Brunnengesellschaft stellt Spendenbescheinigungen aus und garantiert, dass die Spendengelder ausschließlich für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung in den Katastrophengebieten verwendet werden.