20.03.2008
(12.01.2005) Karlsruher Wasserfachleute helfen in Sri Lanka

Wasserfachleute der Europäischen Brunnengesellschaft und der Stadtwerke Karlsruhe werden sich am Freitag zusammen mit für Kriseneinsätze ausgebildeten Feuerwehrleuten aus Ludwigshafen auf den Weg in die Region Mantara an der Südküste Sri Lankas machen, um dort Flutopfer mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Oberbürgermeister Heinz Fenrich stellt für dieses konkrete Hilfsprojekt 10.000 Euro aus dem Spendenaufkommen für „Karlsruhe hilft“ zur Verfügung. „Das Brunnenprojekt in Mantara macht deutlich, wie die Hilfe für die Krisenregion auch von lokaler Ebene aus gezielt und effektiv unterstützt werden kann. Know-how und finanzielle Förderung – mit dieser Kombination können wir den Flutopfern am besten helfen. Mit ‚Karlsruhe hilft‘ sind wir dabei auf einem guten Weg“, sagt das Stadtoberhaupt und wünscht dem Einsatz-Team eine erfolgreiche Mission.

Im Gepäck hat das 12-köpfige Expertenteam eine Meerwasser-Entsalzungsanlage, mit der das Wasser der über 1.000 versalzten und verseuchten Brunnen an der Südküste Sri Lankas gereinigt werden kann. das rund 90.000 Euro teure Gerät ist in der Lage, große Mengen Brackwasser in hygienisch einwandfreies Trinkwasser umzuwandeln. „Die Anlage ist so leistungsfähig, dass mit ihr rund 10.000 Menschen pro Tag versorgt werden können“, erläutert Professor Dr. Dietrich Maier, Präsident der Europäischen Brunnengesellschaft und Koordinator des Vor-Ort-Einsatzes. Zusätzlich werden die Wasserfachleute mit insgesamt 50 mobilen Notwassergeräten Wasser aus im Hinterland gelegenen Seen für Trinkwasserzwecke aufbereiten. Hierbei kommt ein an den Universitäten in Karlsruhe und Dresden entwickeltes Aufbereitungsverfahren zum Einsatz.

Das Team möchte aber nicht nur Soforthilfe in Sri Lanka leisten, sondern am Wiederaufbau einer nachhaltigen Trinkwasserversorgung mitwirken. Deswegen ist auch ein Maschinenbau-Experte der Stadtwerke Karlsruhe mit an Bord, der während des zunächst auf drei bis vier Wochen geplanten Einsatzes die Brunnen nach der Desinfizierung wieder instandsetzt und in Betrieb nimmt. „Wir sind froh, durch unser Know-how im Bereich der Trinkwasserversorgung den Menschen im Katastrophegebiet aktiv helfen zu können“, so Dr. Karl Roth, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe.

Für diese und weitere lokale Initiativen in der Krisenregion hat die Stadt Karlsruhe die Spendenaktion „Karlsruhe hilft“ ins Leben gerufen. Ab sofort können dazu Spenden auf die

Kontonummer 10 80 77777 bei der
Sparkasse Karlsruhe (BLZ 660 501 01)

eingezahlt oder überwiesen werden.



 
 
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