20.03.2008
(03.12.2004) Stadtwerke unterstützen Europäische Brunnengesellschaft beim Brunnenbau für die Massai

Die Ausstellung „Karlsruher Brunnen - Kunst und Technik“, die die Stadtwerke im April anlässlich des Tag des Wassers im Landesgewerbeamt gezeigt hatten, kommt nun den Menschen in Kenia zu Gute. Die damals gesammelten Spendengelder ergeben zusammen mit einer Privatspende der Karlsruherin Irmgard Lampson einen ansehnlichen Betrag, der von der Europäischen Brunnengesellschaft auf insgesamt 3.000 Euro aufgestockt wurde.

Mit diesen Geldern können nun zwei Trinkwasserbrunnen in Kenia gebaut werden. Diese Brunnen tragen dazu bei, dass die Wasserversorgung der dort lebenden Massai und anderer Volksstämme verbessert wird und auch während den Dürreperioden sichergestellt ist. Der Entwicklungshelfer Dr. Hartmut Schaak, ein früherer Mitarbeiter des Geologischen Landesamtes Stuttgart, realisiert in Zusammenarbeit mit der Organisation „Hilfe für Brüder“ den Bau der Brunnenanlagen vor Ort. Dr. Schaak arbeitet seit 1983 in Ostafrika im Bereich des Brunnenbaus und der Verbesserung der hygienischen Zustände. Hauptsächlich ist er in den Trockengebieten in Kenia und Tansania oder zur Beratung in Zaire und Uganda unterwegs. Unterstützung für seine Projekte bekommt er vom Land Baden-Württemberg sowie kirchlichen Einrichtungen und Hilfsorganisationen. „Nur wenige Meter sind die Massai vom Trinkwasser entfernt und doch müssen sie eine Stunde laufen, bis sie Flusswasser in Kanister füllen und nach Hause tragen können. Ohne geeignetes Bohrwerkzeug bleibt das saubere Grundwas-ser in der Tiefe unerreichbar“, berichtet Dr. Schaak bei der Geldübergabe. „Es wäre aber eine einseitige und unzureichende Hilfe, die Menschen nur technisch beim Brunnenbau zu unterstützen. Deshalb zeigen wir einheimischen Mitarbeitern aus den betreffenden Gemeinden, wie sie diese lebenswichtige Einrichtung dauerhaft instand-halten und reparieren können“, so Dr. Schaak.

„Die Projekte helfen gezielt, sind nachhaltig und verbessern die Lebenssituation der Menschen vor Ort entscheidend“, so Dr. Karl Roth, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke, der zusammen mit Irmgard Lampson und Vertretern der Europäischen Brunnengesellschaft den Scheck übergeben hatte. „Nach wie vor ist die Wassernot in den Ländern der Dritten Welt sehr groß. Da uns bewusst ist, wie wertvoll unsere qualitativ hochwertigen und leicht erschließbaren Grundwasservorräte in Karlsruhe sind, ist es den Stadtwerken ein besonderes Anliegen, ein derartiges Projekt zu unterstützen.



 
 
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