Seit mehr als 30 Jahren gilt die Frage "Wo leuchtet eine Straßenlampe nicht?". 1971 riefen die Stadtwerke Karlsruhe die Bürgeraktion ins Leben. Seither spürten engagierte Karlsruher Bürgerinnen und Bürger fast 330.000 defekte Straßenlampen auf und meldeten diese an die Stadtwerke weiter. "Den Erfolg der jahrzehntelangen Bürgeraktion sichern die Mehrfachmelder", so Erster Bürgermeister Siegfried König bei der Jubiläumsfeier Ende November in den Räumlichkeiten der Stadtwerke. Die Mehrfachmelder sind jene Gruppe engagierter Karlsruher, die jedes Jahr über 100 defekte Straßenlampen an die Entstörtrupps des Energie- und Wasserversorgungsunternehmens weitergeben, erklärte König.
Dieses Jahr wurden fast 9.000 defekte Straßenlampen gemeldet. Davon gingen alleine 2.627 Meldungen auf das Konto des "Lampenfahnder-Königs" Helmut Zöller. Er ist bereits seit 29 Jahren auf der Jagd nach defekten Straßenlampen. Als Dank für seine ungewöhnliche Leistung, für die er bereits im Guinnesbuch der Rekorde steht, erhält er wieder einen Sonderpreis.
"Dank dem Engagement dieser Bürgerinnen und Bürger können die Stadtwerke Gelder einsparen, die sie für die Modernisierung und den Ausbau der Straßenbeleuchtung verwenden", so Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke. Den für die Lampenfahnder nachteiligen Effekt der Modernisierung verschwieg Dr. Roth aber nicht. Die Anzahl der defekten Straßenlampen nehme Jahr für Jahr ab." Der Grund dafür liegt in der Verwendung immer langlebigerer Leuchtmittel.
Alle "Spürnasen" nehmen als Dankeschön an einer Verlosung teil: Jede Meldung, die das Jahr über bei den Stadtwerken einging, ob schriftlich oder telefonisch, erhöht die Gewinnchancen. Als Hauptgewinne gibt es zehn Geldpreise zwischen 225 und 500 Euro.