Mit einer 5,4 Quadratmeter großen Anlage fängt Familie Stein die Sonnenstrahlen auf dem Dach ihres Einfamilien-hauses in Wolfartsweier ein. Diese Energie nutzt sie für die Warmwasserbereitung und spart so im Vergleich zur herkömmlichen Heizmethode bei einem durchschnittlichen Warmwassergebrauch etwa 130 Euro im Jahr.
Solche thermischen Solaranlagen gibt es auf Karlsruhes Dächern viele, das besondere an dieser ist jedoch, dass es die 750. von den Stadtwerken Karlsruhe bezuschusste Anlage ist. Die Anschaffungskosten für die Anlage von rund 4.500 Euro musste die Familie jedoch nicht allein tragen. Durch den Zuschuss der Stadtwerke verringerte sich dieser Betrag immerhin um 1.000 Euro.
„Trotz dieser Finanzspritze der Stadtwerke ist eine solche Anlage immer noch eine nicht unerhebliche Investition für den Bauherrn, die aber dem Umweltschutz und der Ressourcenschonung dient“, so Harald Rosemann, Kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke. Denn immerhin sparen die 750 thermischen Solaranlagen in Karlsruhe mit einer Kollektorfläche von insgesamt fast 5.082 Quadratmetern und einem durchschnittlichen Ertrag von 350 Kilowattstunden pro Quadratmeter jedes Jahr mehr als 170.000 Liter Heizöl oder etwa 1,6 Millionen Kilowattstunden Erdgas ein und entlasten so die Karlsruher Luft von etwa 530.000 Kilogramm Kohlendioxid.
Aus dem Solar-Fördertopf der Stadtwerke flossen seit 1993 bereits über 1,2 Millionen Euro in den Bau von 750 thermischen und 25 photovoltaischen Solaranlagen in Karls-ruhe. „Wir haben zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern rund 6 Mio. € Umweltinvestition im Solarbereich auf den Weg gebracht“, unterstreicht Rosemann. Auch für dieses Jahr haben die Stadtwerke zur Förderung thermischer Solaranlagen 150.000 Euro vorgesehen.
Dass die Stadtwerke Karlsruhe mit ihrem Förderprogramm in Deutschland Spitze sind, wurde bei einer Studienarbeit an der Berufsakademie Mannheim sichtbar: Unter 56 nach einem Zufallsprinzip ausgewählten Stadtwerken liegen die Stadtwerke Karlsruhe mit ihrem Fördervolumen von Solaranlagen an der Spitze. „So viel für die Förderung von Bürger-Solaranlagen wie in Karlsruhe wurde und wird in keiner Großstadt der Republik getan“, hob Geschäftsführer Rosemann hervor.
Das Solarförderprogramm ist jedoch viel mehr als ein reines Zuschuss-Programm: Kompetente Energieberaterinnen und -berater der Stadtwerke unterstützen die Bauherren bei Planung und Realisierung der Solaranlagen. Die Kundenberatung der Stadtwerke in der Karlsruher Innenstadt ist zu einer bekannten Einrichtung geworden, in der sich jedes Jahr rund 14.000 interessierte Kunden zum Energie- und Wasser-sparen und zur Ressourcenschonung beraten lassen.