„Die Lampenfahnder tragen wesentlich dazu bei, dass die Fächerstadt Nacht für Nacht hell aufleuchtet“, hob Erster Bürgermeister Siegfried König bei der Dankesfeier der diesjährigen Bürgeraktion „Wo leuchtet eine Straßenlampe nicht?“ in den Räumlichkeiten der Stadtwerke Karlsruhe hervor. „Durch ihr außergewöhnliches Engagement leisten sie einen wichtigen Beitrag zur nächtlichen Sicherheit auf Karlsruher Straßen“, so König zu den erfolgreichen Suchern. Vor über 30 Jahren riefen die Stadtwerke diese Bürgeraktion ins Leben. Seither spürten Karlsruherinnen und Karlsruher über 320.000 defekte Straßenlampen auf und meldeten diese an die Stadtwerke weiter.
Dass die Bürgeraktion über so viel Jahre hinweg sehr erfolgreich war und ist, zeigt die stetig steigende Zahl der Mehrfachmelder. Die Mehrfachmelder – mittlerweile sind es über 40 – sind jene Gruppe engagierter Karlsruher, die jedes Jahr über 100 defekte Straßenlampen an die Entstörstrupps des Energie- und Wasserversorgungsunternehmens weitergeben. Dieses Jahr wurden insgesamt 11.589 defekte Straßenlampen gemeldet. Davon gingen alleine 3361 Meldungen auf das Konto des „Lampenfahnder-Königs“ Helmut Zöller. Er ist bereits seit 28 Jahren auf der Jagd nach defekten Straßenlampen. Als Dank für seine ungewöhnliche Leistung, für die er bereits im Guinnesbuch der Rekorde steht, erhält er wieder einen Sonderpreis.
„Dank dem Engagement dieser Bürgerinnen und Bürger können die Stadtwerke Gelder einsparen, die sie für die Modernisierung und den Ausbau der Straßenbeleuchtung verwenden“, so Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke. Den für die Lampenfahnder nachteiligen Effekt der Modernisierung verschwieg Dr. Roth aber nicht. Die Anzahl der defekten Straßenlampen nehme Jahr für Jahr ab.“ Der Grund dafür liegt in der Verwendung immer langlebiger Leuchtmittel.
Alle "Spürnasen" nehmen als Dankeschön an einer Verlosung teil: Jede Meldung, die das Jahr über bei den Stadtwerken einging, ob schriftlich oder telefonisch, erhöht die Gewinn-chancen. Als Hauptgewinne gibt es zehn Geldpreise zwischen 230 und 515 Euro.