Hochrangige Vertreter der für die Fernwärmeerzeugung und -verteilung in Temeswar zuständigen Unternehmen mit Bürgermeister Dorel Borza an ihrer Spitze informierten sich bei den Stadtwerken Karlsruhe über das Fernwärme-Versorgungskonzept für die Fächerstadt. Neben der Besichtigung mehrerer Anlagen zur Nahwärme-Versorgung in Karlsruhe, dem Heizkraftwerk West im Rheinhafen und verschiedener Übergabe-Stationen im Fernwärme-Versorgungsnetz ließ sich die rumänische Delegation von den Fachleuten der Stadtwerke auch Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung direkt bei den Herstellerfirmen im Mannheimer Raum zeigen. Auch allgemeine Themen, wie etwa der liberalisierte Energiemarkt und das Durchleitungsverfahren, standen auf dem Programm.
„Wir freuen uns, dass wir in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit schnelle und unbürokratische Hilfe leisten können“, dankte Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Karl Roth, dem Repräsentanten der GTZ, Frank Siegert, der die rumänische Delegation bei ihrem Informationsbesuch begleitete. „So können wir dem Versprechen, das wir den Kollegen aus der rumänischen Partnerstadt gegeben haben, nun schnell Taten folgen lassen“, so Dr. Roth weiter.
Bei einem ersten Besuch im vergangenen Jahr bat der Oberbürgermeister von Temeswar die Stadtwerke Karlsruhe um Hilfe bei der Neuorganisation der Fernwärmeversorgung in Temeswar. Nachdem aufgrund einer Regierungsentscheidung im vergangenen Jahr auch die Zuständigkeit für die Fernwärmeerzeugung in den Heizwerken von der nationalen Elektrizitätsgesellschaft Thermoelectrica auf die Stadtverwaltung von Temeswar überging, steht diese mit ihrem neu gegründeten Unternehmen Termocet nun vor der Aufgabe, die Fernwärmeversorgung in der rumänischen Großstadt neu zu ordnen. Den hohen örtlichen Beschaffungs-kosten für Fernwärme stehen niedrige Erträge gegenüber, die bisher Subventionen durch Staat und Stadt erfordern. „Nun müssen neue Wege gefunden werden, die jetzt zu 100 Prozent kommunale Betreibergesellschaft effizienter zu gestalten“, so Dr. Roth. Hierbei wird sie von den Fachleuten der Stadtwerke Karlsruhe unterstützt.
Über diese Zusammenarbeit der Karlsruher Partnerstadt Temeswar und der Stadtwerke freue sich Erster Bürgermeister Siegfried König. Das betonte der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke beim offiziellen Empfang der Delegation im Rathaus und überbrachte zu diesem Anlass auch die Grüße des Oberbürgermeisters.