Investitionen in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro hat das Förderprogramm „Renovieren & Modernisieren“ in den letzten sechs Monaten angestoßen. Zufrieden mit dem Impuls für die heimische Bauwirtschaft zeigten sich Wirtschaftsdezernent Manfred Groh, Bürgermeisterin Heinke Salisch sowie die Vertreter der beteiligten Kreditinstitute, der Handwerkerschaft und der Stadtwerke. Auf Einladung von Bürgermeister Groh und der städtischen Wirtschaftsför-derung, welche die Federführung für das Programm übernommen hatte, trafen sich die Kooperationspartner letzte Woche zum Erfahrungsaustausch. Heute (31. März) war letzter Stichtag für alle, die über „Renovieren & Modernisieren“ die Haustechnik auf den neuesten Stand bringen oder sich etwa den Traum vom Ausbau der eigenen vier Wände erfüllen wollten. Nicht nur die privaten Modernisierer gehören zu den Gewinnern des Förderprogramms. Eine ganz wesentliche Intention war auch die Unterstützung der hiesigen Innungs-Betriebe.
Angesichts einer weiterhin schwachen Baukonjunktur, bei der jeder weitere Auftrag der Handwerkerschaft hilft, beschlossen die Kooperationspartner, das Förderprogramm „Renovieren & Modernisieren“ bis Ende Juli 2003 zu verlängern. Dann sei definitiv Schluss, betonte Bürgermeister Manfred Groh. Von der Verlängerung ins Frühjahr und in den Sommer hinein - und damit in die eigentliche „Handwerkersaison“ - versprechen sich die Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe sowie Handwerks-Innungen ein zusätzliches Auftragsplus. Insgesamt hatten alle Beteiligten gute Erfahrungen mit dem Karlsruher Förderprogramm gemacht. Für den Programm-Endspurt wolle man bei der Abwicklung aber auch aus den bisherigen Erfahrungen profitieren. Sowohl Vertreter der Banken als auch der Handwerkerschaft hatten hier aus Gesprächen mit Kundinnen und Kunden Anregungen zur zügigen Abwicklung eingebracht.
Insgesamt 48 Karlsruher Hausbesitzer und Mieter hatten seit Herbst vergangenen Jahres die Gunst der Stunde genutzt und mit zinsvergünstigten Darlehen in einer Gesamthöhe von rund 600 000 Euro ihr Eigenheim renoviert oder modernisiert. Fast 160 Eigentümerinnen und Eigentümer profitierten von den Zuschüssen aus den beiden Sonderprogrammen, welche die Stadtwerke für das Förderprogramm aufgelegt haben: Aus dem Zuschussprogramm für thermische Solaranlagen „bedienten“ sich 20 Stadtwerke-Kunden. Der Fördertopf zur Heizkesselmodernisierung ist bei insgesamt 137 Zusagen derzeit vollständig ausgeschöpft worden.
„Für die Fortführung von ‚Renovieren & Modernisieren‘ werden wir die Geldtöpfe der beiden Stadtwerke-Programme um weitere 30 000 Euro aufstocken“, versicherte Dr. Thomas Unnerstall, Geschäftsführer der Stadtwerke. In den Genuss von Zuschüssen kommen bei beiden Stadtwerke-Programmen Eigentümer von mindestens acht Jahre alten Gebäuden. Bares Geld erhalten Hauseigentümer für den Einbau eines neuen Erdgas-Heizkessels oder einer Fernwärmekompaktstation - 200 Euro pro Etagenheizung, 400 Euro pro Zentralheizung. An thermischen Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung oder Heizungsunterstützung beteiligen sich die Stadtwerke mit 1000 bis maximal 2000 Euro.
Weiter „an Bord“ sind auch die vier Karlsruher Kreditinstitute - die Sparkasse Karlsruhe, die Spar- und Kreditbank und die Volksbanken Durlach und Karlsruhe. Die Geldinstitute bieten für Hauseigentümer, aber auch für Mieter, pro Modernisierungs- oder Renovierungsprojekt bis zu 50 000 Euro bei einem deutlich unter dem Marktniveau liegenden jährlichen Zinssatz von 3,45 Prozent (Effektivzins: 3,65 Prozent). Voraussetzung ist, das der Hauseigentümer mit einem Innungs-Handwerksbetrieb kooperiert. Denn dieser subventioniert ein Teil der Zinssenkung. Darlehensfähig sind hier alle Modernisierungen und Renovierungen in Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen - unabhängig vom Alter des Gebäudes. Bis 31. Juli müssen Bank, Hauseigentümer oder Mieter sowie Handwerksbetrieb ihre Kooperation unter Dach und Fach haben. Die Arbeiten selbst können auch nach diesem Zeitpunkt begonnen oder fertig gestellt werden.
Über das Förderprogramm informieren alle Partner. Darüber hinaus fasst ein Prospekt alle wesentlichen Punkte zusammen. Dieses liegt bei den beteiligten Banken und Innungsbetrieben, der Kreishandwerkerschaft, den Stadtwerken sowie in den Rathäusern und bei der Wirtschaftsförderung aus. Im Internet finden sich weitere Informationen unter www.volksbank-karlsruhe.de sowie www.karlsruhe.de/Wirtschaft.