Das Wasserwerk Rheinwald bei Elchesheim-Illingen, eines der wichtigen Standbeine der Trinkwasserversorgung in der Region, feiert seinen 25. Geburtstag. Seit seiner offiziellen Einweihung am 14. Juni 1977 hat die leistungsstärkste Anlage die den Stadtwerken Karlsruhe gehört und an der der Zweckverband Albgau beteiligt ist, rund 225 Millionen Kubikmeter Trinkwasser gefördert. „Mit dem Wasserwerk ist es gelungen, über Jahrzehnte hinweg die Wasserversorgung in der ganzen Region zu sichern“, unterstrich Erster Bürgermeister Siegfried König bei einer Feierstunde. Er bezeichnete das gemeinsame Engagement der Gemeinden und Städte, die das Wasserwerk realisierten, als vorbildlich und lobte das partnerschaftliche Miteinander. Die Forderung der Landesregierung ortsnahes Trinkwasser zu nutzen werde von den Betreibern umgesetzt. Der Spitzenplatz des Trinkwassers aus dem Rheinwald unter den deutschen Wässern soll auch in Zukunft gehalten werden, so Siegfried König.
Rheinwaldtechnik wurde Standard
Schon vor 25 Jahren war es den Stadtwerken Karlsruhe ein Anliegen, neueste innovative Technologien in der Wasserwerkspraxis anzuwenden: Das mit dem Bau des Wasserwerkes eingeführte Wasseraufbereitungsverfahren mit Wellbahnbelüftern wurde inzwischen Stand der Technik, so der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Stadtwerke Karlsruhe, Prof. Jürgen Ulmer. Diese patentierte Technologie wurde mit dem Lehrstuhl für Wasserchemie an der Universität Karlsruhe entwickelt und kann ohne zusätzlichen Energieaufwand das geförderte Grundwasser mit Sauerstoff anreichern. Hierdurch kann Eisen und Mangan durch einen Filtervorgang aus dem Wasser geholt werden. Heute sind die Stadtwerke Karlsruhe mit dem Einsatz moderner Technologien bei der Bearbeitung von umweltbezogenen Fragestellungen Spitze, berichtete Prof. Ulmer nicht ohne Stolz. Beispielsweise können mit Grundwassermodellberechnungen die Bewegungen des Grundwassers nachgebildet werden.
Trinkwasser – ein gesunder Durstlöscher
Das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Rheinwald ist ein gesunder Durstlöscher: Es ist reich an lebensnotwendigen Mineralstoffen, wie etwa Calcium und Magnesium und ist frei von Schadstoffen. Daneben wird es streng überwacht.
Dank einer vorausschauenden Planung gibt es in Karlsruhe selbst an heißen Sommertagen zu keinem Zeitpunkt Versorgungsprobleme. Die laufende Überwachung der Grundwasserstände und umfassende Wasserbilanzen zeigen, dass die Grundwasservorräte nicht übernutzt werden. „Die Stadtwerke achten streng darauf, dass selbst in trockenen Jahren den grundwasserführenden Sand- und Kiesschichten nie mehr entnommen wird, als die Niederschläge nachliefern“, betonte Prof. Ulmer bei der Feierstunde. Die Niederschläge der vergangenen Monate hätten den Grundwasserspiegel in den Wasserschutzgebieten ansteigen lassen. Dies zeigt, dass die natürlichen Schwankungen der Pegelstände stärker von klimatologischen Ereignissen abhängen, als von den durch die Stadtwerke entnommenen Wassermengen.
Aus Verantwortung für die Umwelt gehen rein statistisch gesehen die Bürgerinnen und Bürger in der Region trotz des reichlichen Wasserangebots mit dem Lebensmittel Trinkwasser sorgsam um. Mit einem Wasserbedarf von rund 130 Litern pro Person und Tag liegt der Durchschnittsgebrauch an Trinkwasser im Bundesdurchschnitt.