Jury hat entschieden, für welche drei weiteren Schulen die Stadtwerke Karlsruhe Photovoltaikanlagen finanzieren und betreuen
Nach dem großen Erfolg der ersten Aktion im Jahr 2000 ging das Projekt „Sonne in der Schule“ im Herbst vergangenen Jahres in die zweite Runde: Erneut nahmen die Stadtwerke Karlsruhe rund 80.000 Euro aus ihrem Fördertopf für regenerative und alternative Projekte in die Hand, um weiteren drei Karlsruher Schulen den Bau eigener Photovoltaik-Anlagen zu ermöglichen.
Bis Mitte Dezember konnten sich interessierte Schulen mit einem ökologischen Konzept um die Fördergelder bewerben. Elf Karlsruher Schulen beteiligten sich am Wettbewerb und stellten in ihren Bewerbungen dar, wie die künftige Solaranlage in das Konzept eingebunden wird, welche Begleitmaßnahmen zur Anlage und welche sonstigen Aktivitäten im Umweltbereich geplant sind oder schon laufen. Die Konzepte der Grundschule Wolfartsweier, der Europäischen Schule und der Carl-Engler-Schule überzeugten die Jury, bestehend aus Vertretern des Bürgermeisteramts, des Schulverwaltungsamts, der Gebäudewirtschaft und der Stadtwerke, am meisten. So wurde die Europaschule bereits zweimal als Umweltschule Europas ausgezeichnet. Das Gymnasium in der Waldstadt ließ bereits ein Öko-Audit mit Energieeinsparkonzept durchführen. Ein eigenes Müllkonzept oder die Einführung des Wahlfachs Solartechnik zeichnen die Carl-Hofer-Schule aus und mehrere Natur- und Wasserschutzprojekte kann sich die Grundschule Wolfartsweier auf die Fahnen schreiben.
„Bereits im Sommer werden diese Schulen ihren ersten solaren Strom mit eigenen netzgekoppelten Photovoltaikanlagen, die jeweils eine Leistung von 3 Kilowatt haben, erzeugen“, so Dr. Thomas Unnerstall, Geschäftsführer der Stadtwerke. Die Kosten für eine solche Anlage liegen heute bei 25.500 Euro. „Die Stadtwerke übernehmen auch dieses Mal wieder die Planung und Ausschreibung der Solaranlagen mit der dazugehörenden Messtechnik zur Auswertung der Daten“, erläutert Dr. Unnerstall. Hierbei arbeitet das Unternehmen eng mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg und den jeweiligen Schul- beziehungsweise Projektleitungen sowie der Gebäudewirtschaft zusammen.
Durch „Sonne in der Schule“ ermöglichen es die Stadtwerke den ausgewählten Schulen, mit einem ideellen Kostenanteil von nur 250 Euro je installiertem Kilowatt, der selbst aufgebracht werden muss, eine eigene Solarstromanlage zu errichten. Die Schülerinnen und Schüler bekommen die Gelegenheit, regenerative Energieerzeugung praxisnah und anschaulich mit einer eigenen Photovoltaikanlage zu testen. „Bewusstseinsbildung durch Handeln ist hier die Devise“, verdeutlicht Erster Bürgermeister Siegfried König, der übrigens selber zur Jury gehört, den Sinn des Projekts. Es schärfe das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und sei daher pädagogisch sehr wertvoll, freut er sich über die zweite Runde von „Sonne in der Schule“.