Seit 1993 flossen über 800.000 Euro aus dem Solar-Fördertopf der Stadtwerke in den Bau thermischer und photovoltaischer Solaranlagen
Mit einer 3,2 Quadratmeter großen Anlage fängt Familie Rittershofer die Sonnenstrahlen auf dem Dach ihres Zweifamilienhauses in Daxlanden ein. Diese Energie nutzt sie für die Warmwasserbereitung und spart so im Vergleich zur herkömmlichen Heizmethode bei einem durchschnittlichen Warmwassergebrauch von 50 Litern pro Tag etwa 130 Euro im Jahr.
Solche thermischen Solaranlagen gibt es auf Karlsruhes Dächern immer mehr, das besondere an dieser ist jedoch, dass es die 500. von den Stadtwerken Karlsruhe bezuschusste Anlage ist. Diese runde Zahl nahmen Erster Bürgermeister Siegfried König und Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Thomas Unnerstall zum Anlass, den Rittershofers persönlich zu gratulieren und ihnen für ihr Engagement in Sachen Umweltschutz zu danken. Die Anschaffungskosten für die Anlage von rund 5.600 Euro mussten sie jedoch nicht allein tragen. Durch den Zuschuss der Stadtwerke verringerten sich diese immerhin um 1.500 Euro. „Trotz dieser Finanzspritze der Stadtwerke und unter Berücksichtigung der staatlichen Zuschüsse ist eine solche Anlage nach heutigem Entwicklungsstand noch keine wirtschaftliche Investition, sondern eine Investition in den Umweltschutz und die Ressourcenschonung“, hob Siegfried König den finanziellen Einsatz der Familie aus Daxlanden, stellvertretend für alle Solar-Pioniere in der Fächerstadt,hervor.
Unter diesem ökologischen Gesichtspunkt sehen die Stadtwerke auch ihr Solarförderprogramm. Denn immerhin sparen die 500 thermischen Solaranlagen mit einer zusammengezählten Kollektorfläche von mehr als 3000 Quadratmetern, was in etwa einem halben Fußballfeld entspricht, und einem durchschnittlichen Ertrag von 350 Kilowattstunden pro Quadratmeter jedes Jahr mehr als 110.000 Liter Heizöl oder etwa eine Million Kilowattstunden Erdgas ein. Das entlastet die Karlsruher Luft von fast 330.000 Kilogramm Kohlendioxid, eine Menge die mehr als 120 Autos bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern im Jahr aus ihrem Auspuff blasen.
Aus dem Solar-Fördertopf der Stadtwerke flossen seit 1993 bereits 832.000 Euro in den Bau dieser 500 thermischen und außerdem noch 25 photovoltaischen Solaranlagen in Karlsruhe. Auch für dieses Jahr haben die Stadtwerke zur Förderung thermischer Solaranlagen 128.000 Euro vorgesehen. Sie waren wegen des starken Interesses der Karlsruher Bürgerinnen und Bürgern bereits Ende Februar zur Hälfte vergeben. Das Solarförderprogramm ist viel mehr als ein reines Zuschuss-Programm: Kompetente Energieberaterinnen und -berater in der Kundenberatung der Stadtwerke unterstützen die Bauherren bei der Planung und Realisierung von Solaranlagen.
„Dieses weitreichende Engagement zur Förderung regenerativer Energien und zum Umweltschutz zeigt, dass sich die Stadtwerke trotz liberalisiertem Energiemarkt ihr kommunales Selbstverständnis bewahrt haben und ganz nach ihrem Motto ‘Versorgung mit Verantwortung‘ handeln“, so Dr. Unnerstall.